Kurkuma - Bitterstoff und Heilmittel






Warum Kurkuma?


Vergangenes Wochenende war ich, anlässlich der 18. Umweltmedizinischen Jahrestagung, in Berlin. Thema des diesjährigen Treffens: "Entzündungen und neue Ansätze der antientzündlichen Therapie". Neben vielen interessanten Informationen wurde unteranderem mein Interesse für Kurkuma neu geweckt. Zudem ist auf Kongressen und Fortbildungen die Übersäuerung eins meiner persönliches Themen. Kurkuma zählt zu den Bitterstoffen und ist als Therapie bei Übersäuerung ein altes Heilmittel. Inspiriert und interessiert wieder zurück in Köln, begann ich mich mit Kurkuma zu beschäftigen. Hier erfährst Du was Kurkuma eigentlich ist und wie Du das "Superfood" in Deine alltägliche Ernährung integrieren kannst.




Was ist Kurkuma?


Kurkuma auch Gelbwurz genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Sie gedeiht in den tropischen Regionen Asiens. Von der Staude, die über einen Meter hoch werden kann, wird der unterirdische Teil verwendet, der dem Ingwer ähnlich sieht, jedoch eine intensiv gelbe Farbe besitzt. Der Geschmack wird mit "mild-würzig, mit einer leicht erdig-bitteren Note" beschrieben. Kurkuma ist ein Heilmittel mit herausragender Wirkung, denn es wirkt antioxidativ, stark entzündungshemmend und entgiftend. Seit tausenden von Jahren wird Kurkuma in der Traditionellen Chinesischen Medizin und im Ayurveda als Heilmittel eingesetzt.


Welche Inhaltsstoffe sind in Kurkuma enthalten und wie wirken sie?


Kurkuma enthält ätherische Öle, Harze, Eiweiße und stark antioxidative Stoffe wie Curcumin und andere Curcuminoide. Diese zählen zu den Polyphenolen und verleihen der Kurkumawurzel nicht nur ihre gelbe Farbe, sondern sie sind auch das Geheimnis einer gesunden Ernährung. Einer Ernährung, die vor chronischen Krankheiten schützt.

Durch antibakterielle Wirkung, gilt Kurkuma als kraftvoller Verstärker und auch Entlaster des Immunsystems und schützt so vor Infektionen. Weiterhin beschriebene Wirkungen sind antientzündlich und krebshemmend. Auch schützt Kurkuma das Gehirn vor alzheimertypischen Veränderungen. Ebenfalls kann Kurkuma zur Entgiftung eingesetzt werden, wodurch Belastungen mit Schwermetallen reduziert werden können.



Wie viel Kurkuma ist gesund?


Zu Heilungszwecken wird eine täglich Einnahme von 3 bis 5 Gramm Kurkuma empfohlen. Häufig werden hierfür Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass es sich hierbei um ein einzigen bestimmten isolierten Stoff handelt, der hochkonzentriert in eine Kapsel gepackt wurde.

Wie bei allem, was in der Natur vorkommt, sind auch im Kurkuma, neben Curcumin, viele weitere wirksame Stoffe enthalten. Kurkuma ist ein Naturprodukt und darf, als Gewürz und Nahrungsmittel mit all seinen wirksamen Stoffen, Einzug in die Ernährung halten und unbedenklich verzehrt werden.


Zur Behandlung von Zivilisationserkrankungen wie Rheuma, Diabetes, Krebs, Burnout, Depressionen und neurodegenerativen Erkrankungen, empfehle ich einen naturheilkundlichen Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen. Und mit diesem dann die Einnahme von Kurkuma als Nahrungsergänzungsmittel zu besprechen.



Wie lässt sich Kurkuma in den Alltag integrieren?


Neben der Einnahme als Gewürz oder als Nahrungsergänzungsmittel, bietet die

Kurkuma-Paste eine gute Grundbasis. Diese ist erstens schnell und einfach zubereitet und zweitens, lassen sich damit wiederum hervorragend weitere Gerichte zaubern und verfeinern.



Kurkuma-Paste selbst und frisch zubereitet


Zutaten Kurkuma-Paste

  • 50g frische Kurkumawurzel [färbt sehr stark, Handschuhe sind zu empfehlen!] schälen und sehr klein schneiden oder fein reiben [Alternativ 50g Bio Kurkumapulver]

  • 1/2 Teelöffel Muskatnusspulver

  • 1/2 Teelöffel Kardamompulver

  • 1/2 Teelöffel Zimtpulver

  • 1/2 Teelöffel Vanillepulver

  • 1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer

  • [erhöht die Bioverfügbarkeit und damit die Wirkung von Curcumin um ein Vielfaches]

  • 100-200ml Wasser

  • 2 Esslöffel Kokosöl oder Kokosfett [Curcumin ist Fettlöslich, auch hier eine verbesserte Bioverfügbarkeit und Wirkung um ein Vielfaches]

Zubereitung Kurkuma-Paste

Alle Zutaten in einen Topf geben mit Wasser auffüllen, bei niedriger Temperatur köcheln, ziehen lassen und zu einer festen Paste verrühren. Anschließend die Paste abkühlen lassen und in ein gut verschliessbares Glas füllen. Haltbar für circa zwei Wochen.


Wenn Du keine Reibe zur Hand hast und wie ich den Kurkuma nur sehr klein geschnitten hast, empfehle ich Dir, vor dem köcheln alles zu pürieren. So werden zu grobe Stückchen später vermieden. Daran anschließend das Kokosöl hinzugeben und wie oben beschrieben fortfahren.



Inspiration - Rezeptideen




Goldene Milch


Goldene Milch

Zutaten Goldene Milch


  • 1 Teelöffel Kurkuma-Paste

  • 250ml Pflanzendrink [Hafer-, Reis- oder Mandeldrink]

  • 1/2 Teelöffel Kokosöl oder Kokosfett [Kokosöl riecht und schmeckt nach Kokos, Kokosfett ist neutral im Geruch und Geschmack, Curcumin ist Fettlöslich, dadurch verbesserte Bioverfügbarkeit und Wirkung um ein Vielfaches]

  • 1 Prise Vanille

  • 1 Prise Zimt

  • 1 Prise Kardamom




Zubereitung Goldene Milch


Pflanzenmilch in einen Topf geben und langsam unter rühren erwärmen. Wenn die Pflanzenmilch warm genug ist einen Teelöffel Kurkuma-Paste und einen halben Teelöffel Kokosöl-/fett hinzugeben und rühren bis sich die Paste aufgelöst hat. Für einen cremigen Genuss etwas Pflanzencuisine hinzufügen und für einen Milchschaum, die Goldene Milch kurz pürieren. Anschließend in eine Schöne Tasse, Glas oder Becher füllen, trinken und genießen.




Rote-Linsen-Suppe


Rote-Linsen-Suppe

Zutaten Rote-Linsen-Suppe

- für 2 Personen

  • 1 Tasse Rote Linsen

  • 2 Möhren

  • 2 Tassen Hafermilch

  • 2 kleine vorgekochte und abgekühlte Kartoffeln Durch den Abkühlungsprozess entsteht die resistente Stärke [Ballaststoff]. Diese Stärke heisst deshalb "resistent", weil sie resistent gegen Verdauungsenzyme ist. Sie kann also nicht verdaut werden, wodurch der Blutzuckerspiegel weniger irritiert wird

  • 2 Zwiebeln

  • 1 Streifen Räucher-Tofu

  • 1 Zehe Knoblauch

  • 2 Teelöffel frische Kukumar-Paste

  • 1 Scheibe Ingwer [Daumennagelgroß]

  • 1 TL oder 1 EL Kokosfett-/Öl

  • 1 frische Paprika

  • Sprossen für das ToppingGeschälte

  • Hanfsamen für das Topping

  • Apfelessig

  • Zitronensaft oder etwas Abrieb einer frischen Zitrone

  • Frische Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Koriander

  • Nach individuellen und eigenem Belieben würzen, ich nehme: Kräutersalz, Schwarzer Pfeffer, Gerösteter Paprika, Curry, Vanille, Zimt, Kardamom, Muskatnuss, Schwarzer Kümmel, Chili


Zubereitung Rote-Linsen-Suppe


Die Zwiebel schälen und wie auch den Räucher-Tofu klein schneiden und in einen Topf mit einem Teelöffel oder einem Esslöffel [je nachdem was Dir lieber ist] Kokosöl-/fett geben und kräftig anbraten. Knoblauch, Kurkuma, Ingwer und die Gewürze hinzugeben und ebenfalls anbraten. Durch das anbraten der Gewürze bekommt die Suppe einen kräftigeren und würzigeren Geschmack, sei vorsichtig mit Chili, falls Du es nicht scharf magst. Wenn alles goldbraun ist, die Linsen, Möhren und Kartoffeln hinzugeben. Das ganze mit 2-3 Tassen Hafermilch auffüllen und zum kochen bringen. Alternativ geht auch Gemüsebrühe oder Wasser. Lass es köcheln, bis die Möhren weich sind. Währenddessen die Paprika waschen und zerkleinern. Wenn es eine Konsistenz wie Püree hat, gern noch etwas Flüssigkeit hinzufügen. In eine schöne Schale oder tiefen Teller füllen. Die Paprika zu guter letzt frisch hinzugeben, mit Sprossen und geschälten Hanfsamen dekorieren und genießen.




Goldener Milchreis


Zutaten Goldener Milchreis

  • 500ml Goldene Milch [siehe Rezept Goldene Milch, einfach Mengen dem entsprechen anpassen: 500ml Pflanzendrink = 2 Teelöffel Kurkuma-Paste]

  • 125g Milchreis

  • 1 Prise Salz

  • 1 Teelöffel Vanillepulver

  • 1 Teelöffel Zimt

  • 1-2 Teelöffel Xylit [Birkenzucker]






Zubereitung Goldener Milchreis


Für den Milchreis die Goldene Milch in einen Topf geben und aufkochen. Vanillepulver und eine Prise Salz dazugeben, den Reis einrühren und auf mittlerer Stufe, unter ständigem Rühren für 30 - 40 Minuten köcheln lassen.

Für eine cremige Konsistenz, ggf. noch einen Schuss Pflanzendrink oder Pflanzencuisine hinzugeben. In eine Schale, Glas oder tiefen Teller füllen, mit Xylit und Zimt verfeinern, essen und genießen.




Erfahrungsbericht


Durch das Herstellen der Kurkuma-Paste als Grundbasis, ist es kinderleicht dieses "Superfood" in Deinen Alltag zu integrieren. Ich persönlich bevorzuge den täglichen morgendlichen Verzehr von Goldener Milch. Sie lässt sich sehr schnell zubereiten und durch das gleichmäßige Rühren wird mir schon während der Zubereitung wohlig warm. Zeitgleich dient es mir als eine Form der Meditation. Denn in diesem Moment existiert nichts anderes, als die Vorfreude auf dieses herrlich schmeckende Getränk und seine Wohltat. Durch den morgendlichen Verzehr von Goldener-Milch, entsteht in der Körpermitte eine Wärme, die sich bis in die Finger- und Zehenspitzen ausbreitet. Ein Plus in der kalten Jahreszeit.



Des Weiteren vereint die morgendliche Zubereitung Seele, Geist und Körper.

Die in Achtsamkeit ausführende Zubereitung beruhigt den Geist. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Kurkuma stärken den Körper. Und sich die Zeit für sich selbst zu nehmen, schmeichelt der Seele.


Kurkuma, für einen guten Start in den Tag.






Mit Liebe, Licht & Kraft.

Franziska Dietsche





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